Interessante Badewannen – Ideen fürs Badezimmer

Wenn man niemals abhebt und seinen Horizont erweitert, wird das Leben phantasielos. Warum die Ideen fürs Badezimmer nur in der Ausstellung oder auf der Messe suchen? Warum nicht einmal in der Antike? Oder in anderen Ländern? Es gilt nur, sich Ideen abzuholen und Inspirationen zu sammeln, auch wenn nicht alles eins zu eins umgesetzt werden mag. Lassen Sie sich hier inspirieren.

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Heureka!

Entspannung ist wertvoll! Archimedes bekam einen großartigen Einfall in der Badewanne.
Entspannung ist wertvoll! Archimedes bekam einen großartigen Einfall in der Badewanne.

Der Vorteil einer freistehenden Badewanne liegt in ihrer Ästhetik und Wohnlichkeit. Das hört sich nicht besonders effizient und funktional an. Dass Entspannung und Wohlbefinden aber sehr wertvoll sein kann, zeigt die Geschichte des berühmten Mathematikers Archimedes in der Badewanne. Anders als die Wirtschaft, funktioniert die menschliche Kreativität nicht auf Knopfdruck und gehorcht nicht den Gesetzen der Effizienz. Gute Ideen bekommt man nicht, indem man krampfhaft nachdenkt. Es ist nicht die streng logische und mit Buchstaben und Zahlen arbeitende Seite unseres Gehirns, welche uns größere Schritte vorankommen lässt, sondern es ist der irrational über Bilder und der kreativ arbeitende Teil des Gehirns. Damit man Lösungen von diesem kreativen Teil des Gehirns serviert bekommt, muss man den plappernden logischen Teil ruhig stellen, z.B. durch ein entspannendes Bad. So manch ein Mathematiker soll zur Lösung eines Problems absichtlich eingeschlafen sein. Aber nur kurz!

Auch Archimedes hatte ein Problem:  Hierons II, König von Syrakus, trug ihm auf, die Echtheit der neu fabrizierten Krone zu prüfen. Er verdächtigte nämlich seinen Goldschmied des Betrugs. Der Legende zufolge kam Archimedes die Lösung des Problems beim Baden. Als er seine verschwenderisch gefüllte, randvolle Badewanne zum Baden betrat, bemerkte er, dass sein Körper genau die Menge Wasser verdrängte, die aus der Badewanne auf den Boden floss. Nun mag die Krone zwar genauso schwer wie die gewünschte Menge an Gold gewesen sein. Doch da Gold dichter ist als Silber, verdrängt es weniger Wasser. Tatsächlich verdrängte die Sollmenge an Gold weniger Wasser als die Krone und so war der Beweis erbracht, dass das Material nicht nur aus Gold bestand, sondern mit Silber gemischt war: Der Goldschmied hatte gehörig an Gold gespart. Das Archimedische Prinzip war entdeckt. Glücklich über seine Entdeckung soll Archimedes mit dem Ausruf Heureka (altgriechisch: „Ich hab’s gefunden!“) nackt auf die Straße gelaufen sein. Allerdings wird diese Anekdote als Legende kritisiert und Galileo Galiläi vermutet, dass der Goldgehalt anders bestimmt wurde. Ob hier wieder die Sanitärindustrie die Hände im Spiel hatte? Wollte man nur, dass mehr Badewannen, besonders antike und freistehende Badewannen verkauft wurden? Etwas realistischer hätte Archimedes dann allerdings sein sollen. Es ist überliefert worden, dass er bei der Eroberung der Stadt Syrakus durch die Römer so in seine wissenschaftliche Arbeit vertieft gewesen sein soll, dass er einem eindringenden Römer gesagt haben soll: „Störe meine Kreise nicht“! (er zeichnete wohl gerade Kreise) Daraufhin erschlug der Römer Archimedes. Vielleicht hätte Archimedes doch etwas höflicher und geistesgegenwärtiger sein sollen?